Hallo, herzlich willkommen zur Diskussionsliste des NLP & Coaching Institutes Berlin bei Nandana und Karl Nielsen

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Name:
Jutta Brennecke (J_Brennecke@gmx.de)
Datum:Mo 18 Dez 2006 18:15:58 CET
Betreff:wie werde ich in einer turbulenten Welt glücklich
 Hallo Gudrun,
die Frage stelle ich mir auch oft, wohin mit dem ganzen Leid welches ich um mich herum erfahre. Wohin mit dem Ärger, der Ignoranz, der Selbstsucht die mir ständig begegenet. Wie kann ich in einem derartigen Kontext glücklich sein?
In solchen Momenten denke ich an die Polarität des Lebens und es geht mir besser!
Wo Licht ist, ist auch Schatten, Liebe und Hass geben sich die Hand, und in der Nähe von Glück existiert garantiert auch eine Menge Leid. Wie kann ich das eine als etwas schönes empfinden, wenn ich den Gegensatz nicht kenne?
Wenn ich in einem Land lebe wo die Sonne scheint, wie kann ich die Schönheit des Schnees erkennen.
Besteht die Kunst des Lebens nicht darin eine Ausgewogenheit zwischen den Polen des Lebens zu finden. Manchmal ist eine Reise zum Süd bzw. zum Nordpol ganz erkenntnisreich, Urlaub mache ich eher in Ländern zwischen den Polen. Mit NLP habe ich eine Fahrkarte zu den mediteranen Ländern geschenkt bekommen, welchen Zug ich zu nehmen habe weiß ich nicht immer, die sind immer anders.
Wenn ich eine schnelle Verbindung benötige, dann fokussiere ich mich. Ich lenke meine ganze Aufmerksamkeit auf das, was in dem aktuellen Moment für mich wichtig ist.
Ich habe festgestellt, dass sich bei dieser Form der Arbeit Glücksmomente einstellen.
Doch was ist Glück?
Glück ist für mich ein innerer Zustand eine innere Haltung, nichts was von außen kommt. Sondern ein Wechsel in dem Moment, wenn sich etwas zum Guten wendet. Das kann etwas ganz ganz Kleines, aber auch etwas ganz ganz Großes sein. Ich kann die Welt von all ihrem Leid nicht erlösen. Es werden immer hungernde Menschen, sich bekriegende Nationen und Völker geben, Menschen die einander verachten und sich gegenseitig weh tun. Ich kann das nicht ändern. Was ich kann ist mich glücklich machen und hoffen, dass dieses Glück welches ich empfinde sich wie ein Samenkorn weiter verbreitet und sich vermehrt. Vielleicht haben wir so eine Chance eine glückliche Welt zu schaffen. Vielleicht nicht gleich eine ganze Welt, doch auf meine Umwelt kann ich einwirken. Zumindest glaube ich daran!!!
In diesem Sinne alles Gute Jutta
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Name:
Steffi (stephaniekonkol@aol.com)
Datum:So 17 Dez 2006 16:39:01 CET
Betreff:die Sache mit dem Tautropfen im Gras vor der Haustür
 
Liebe Gudrun,

ich kann deine Gedankengänge absolut verstehen. So oft sitze ich in einem totalen Dilemma und betrachte den Trümmerhaufen um mich herum und bin so was von weit entfernt von irgendwelchen Glücksgefühlen.
Auch jetzt befinde ich mich wieder in solch einer herausfordernden Lebenssituation.
Ich denke, es ist total okay, wütend, traurig, genervt und stinksauer oder was auch immer zu sein. Es muss ja raus. Und zwar genau solange, wie es für mich selbst okay ist. Bei mir ist es so, dass dieser Zustand nicht sehr lange okay für mich ist, sondern irgendwann anfängt mich zu behindern und zu blockieren oder gar zu nerven. (Kennst du das, wenn du von deiner eigenen schlechten Laune genervt bist??? Ich schon…) Nichts geht mehr und die Situationen werden eher schlimmer als besser.
Für solche Momente ist für mich die Glücksstrategie so wichtig. Erst NACHDEM der Ärger raus ist und ich nun die Situation ändern möchte.
In einem wütenden Zustand bin ich lange nicht so kreativ und flexibel, wie in einem ressourcevollen Zustand. Wenn ich es also schaffe, Glücksgefühle zu erleben, ist das wie ein Perspektivwechsel. Meine Probleme sind zwar immer noch da, doch nun keine unlösbaren Blockaden mehr, sondern Herausforderungen, die einer bestimmten Handlung bedürfen.
So habe ich schon die schwierigsten Lebensumstände bewältigt. Irgendwo scheint immer die Sonne. Irgendwo hat mich in der schrecklichsten Situation ein Fremder angelächelt. Irgendein schönes Lied kam im Radio. Irgendeine Umarmung hat mich aufgefangen. Irgendein liebes Wort hat mich zum Schmunzeln gebracht. Irgendetwas Schönes gab es immer zu sehen. Darüber habe ich mich dann einfach gefreut. Und in diesem anderen Zustand meine herausfordernde Situation erneut betrachtet.

Ich denke, mit jedem glücklichen Menschen geht es der Welt ein kleines Stückchen besser. Auch wenn irgendwo noch Menschen hungern, wird es Ihnen nicht besser gehen, wenn ich darüber lange traurig bin. Ich bin es manchmal. Und wütend gleich mit dazu. Bis ich mich entscheide, es nicht mehr zu sein. Kann ich etwas daran ändern? Wenn ja, dann kann ich das einfach tun und mich freuen, dass ich helfen konnte. Wenn nein, dann hilft mein Unglücklichsein hier auch nicht weiter.

Und wie ich das grade so schreibe, muss ich an meine jetzige berufliche „Scheiß-Situation“ denken und finde das grade nicht mehr ganz so dramatisch wie noch am Freitag, wo ich erst vor Wut ausgerastet und dann vor lauter Traurigkeit in Tränen ausgebrochen bin. Auch okay, doch nun ist es genug. ICH habe immerhin noch was zu Essen. Und Freunde und Familie und so inspirierende Menschen, wie euch alle vom NLP-Institut!

Liebe Grüße,
Steffi.
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